Kleiner Bericht zur SmartWatch 3 von Sony

Sony SWR50 am HandgelenkIch könnte mal wieder einen Beitrag verfassen – zum Beispiel ĂŒber so unnĂŒtze GerĂ€te wie Smartwatches. Und da ich mir nun auch so ein Teil zugelegt habe, weiß ich jetzt auch, wovon ich schreibe. In meinem Falle handelt es sich dabei natĂŒrlich um einen Ableger fĂŒr Android-GerĂ€te – und da habe ich mich ganz klar fĂŒr eine Uhr aus der Android Wear Reihe entschieden.

ZunÀchst zum wichtigsten Punkt: Braucht man eine Smartwatch? Ich habe diese Frage lange mit NEIN beantwortet. Vor gut 15 Jahren hat bei mir das Mobiltelefon die Armbanduhr verdrÀngt. Seit dem habe ich an meinem Handgelenk keinen Zeitmesser mehr getragen. Und je nachdem wie locker einem das Smartphone in der Hose sitzt, ist immer relativ schnell ein Blick auf das Display geworfen. Von daher brauche ich persönlich eigentlich keine smarte Uhr.
Da ich aber fĂŒr technische Spielereien immer zu haben bin, habe ich nun eben doch zugeschlagen. Denn ja: ich gehöre zu denen, die sich dem Giganten Google komplett ausliefern. Ich zĂ€hle schon seit geraumer Zeit meine Schritte mit Google Fit und da war nun eine Uhr, die das eleganter macht, fĂŒr mich ein weiterer Punkt hin zur persönlichen TotalbĂŒberwachung…

Über Sinn und Unsinn sowie ĂŒber die natĂŒrlich vorhandenen Datenschutzaspekte möchte ich mich an dieser Stelle nicht auslassen. Hier muss jeder selbst entscheiden, inwiefern er sich dem einen oder anderen Datensammer ausliefert. Bei Android Wear jedenfalls geht gar nichts ohne Google und Google Account.

Soweit zum VorgeplĂ€nkel – nun zum Eingemachten: Was ist es fĂŒr eine Uhr, warum ist es diese und was kann man dazu sagen? Auch mich sprechen runde Exemplare wie die Moto 360 oder die G Watch R eher an, als die eckigen Exemplare. Trotzdem erscheint mir ein eckiger Bildschirm doch praktikabler zu sein, was allerdings weniger der Grund fĂŒr meine Wahl war. Wie man den Bildchen entnehmen kann, trage ich nun eine Sony SmartWatch 3 SWR50 – und das liegt an folgenden Kriterien:

Großer Streitpunkt bei den Smarten Uhren ist ja bekanntlich die Akkulaufzeit. Da ist auch die Sony-Uhr keine Ausnahme – ich muss nach ca. 24 Stunden wieder an die Leine (auch wenn der Hersteller etwas von 2 Tagen schreibt). Und da ich nicht selten Verdienstreise, war fĂŒr mich ein Standard-Kabel die erste Wahl. Sicher sind Ladeschalen oder kabellose Induktionsverfahren die bequemere Alternative – wenn ich aber fĂŒr verschiedene Orte ein extra Exemplar brauche oder das LadegerĂ€t immer mit nehmen muss, verliert sich dieser Vorteil. So fummle ich lieber den kleinen Gummideckel von der Uhr und stecke einen Micro-USB Stecker hinein (den es ja fast ĂŒberall gibt) und nach einer Stunde ist der 420mAh Akku wieder voll.

SWR50 wird ĂŒber Micro-USB Kabel geladen

Ein weiterer Vorteil der Sony-Uhr ist fĂŒr mich das Display. Es ist zwar “nur” eines im LCD-Verfahren (und was Farbwiedergabe und BlickwinkelstabilitĂ€t liegt kaum auf Smartphoneniveau) – arbeitet aber auch unter voller Sonneneintrahlung perfekt. Das liegt daran, dass Sony hier auf ein transreflektives Panel setzt. Es nutzt also bei abgeschalteter Hintergrundbeleuchtung das Umgebungslicht und ist damit auch an einem unbewölkten Sommertag perfekt abzulesen. Da so kaum Energie verbraucht wird, kann das Display permanent Informationen anzeigen – die Uhrzeit ist also auch ohne extra Klick oder Aufweckgeste des Handgelenks erkennbar. Das Verfahren kennt man ĂŒbrigens noch von den Hiptop bzw. Sidekick Handys bzw. den Nokia Series 60 Handys aus den Nuller-Jahren.

Dank trasreflektivem Display auch in der Sonne gut ablesbar: Sony SWR50

Ferner hat die SWR50 momentan noch ein Alleinstellungsmerkmal: es ist die einzige Uhr mit integriertem GPS-Modul. Das wird zwar momentan nur von MyTracks verwendet – aber man kann seine Route nun notfalls auch ohne Handy loggen. Auch WiFi ist an Bord – wie bei vielen Wettbewerbern auf Snapdragon 400 Basis – liegt aber unter Android Wear 5.0.2 noch immer brach.
Ein Pulsmesser fehlt leider, dafĂŒr gibt es fĂŒr die einfache Paarung mit dem Smartphone NFC KonnektivitĂ€t.

Soviel dazu – alle weiteren Features sind Android Wear Standardkost und hĂ€ngen zum großen Teil davon ab, was man an Apps im Playstore findet. Sollten noch Fragen auftauchen bin ich gerne bereit dies hier zu beantworten.

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Über Jens Rudolph

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